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Das richtige Haus finden: 6 wichtige Punkte

Aktualisiert: 6. Aug 2019


Ein eigenes Haus ist in Zeiten permanent steigender Mieten eine zentrale Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen. Wer ein Haus kaufen möchte, sollte einige wichtige Eckpunkte beachten, damit das Eigenheim noch viele Jahre später den eigenen Bedürfnissen entspricht.



1. Die richtige Größe: Familien- oder Generationenhaus?

Welche Dimension ein Haus annehmen soll, ist eine der ersten zentralen Fragen. Denn größere Häuser kosten nicht nur mehr in der Anschaffung, sondern ebenso im Unterhalt. Wer als Single oder Paar Kinder kategorisch ausschließt und lieber alleine wohnt, kommt mit einem 70 qm-Bungalow meist locker hin. Wenn Kinder vorhanden, in Planung oder zumindest nicht ausgeschlossen sind, sollte für den Nachwuchs jeweils ein eigenes Zimmer einplanen. Da diese meist im jungen Erwachsenenalter ausziehen, müssen diese nicht riesig sein. Ein Generationenhaus ist eine Möglichkeit, mit den erwachsenen Kindern oder den Eltern zusammen zu leben. Dies stellt allerdings immer ein gewisses Investitionsrisiko dar, da nicht feststeht, dass die Kinder später wirklich damit einverstanden sind, noch als Erwachsene unter dem Dach der Eltern zu wohnen. Das Haus so zu planen, dass es später ohne größeren Aufwand in ein Zweifamilienhaus umgebaut werden kann, ist eine Möglichkeit, dass Risiko zu mindern. Die zweite Wohnung kann dann später vermietet werden. Beim Grundstück sollte ebenfalls die Zukunft im Blick behalten werden. Soll ein kleines Gemüsegarten angelegt werden? Sind zusätzliche Garagen eine Option? Wer Kinder plant, sollte ebenfalls eine Spielecke im Garten mit einplanen.


2. Stadt, Land, Fluß: Wo soll das Haus stehen?

Die Lage ist ebenfalls ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Und wie immer gilt, die Zukunft im Auge zu halten. Mittelgroße bis große Städte sind meist teurer, dafür bieten sie alle Dinge des täglichen Bedarfs fußläufig oder zumindest einen gut ausgebauten ÖPNV. Wer Kinder plant, wird dort auch eine bessere Anbindung an Kindergärten, Schulen und Vereine finden. Dafür ist es dort turbulenter, teilweise lauter und die Kriminalitätsbelastung ist oft höher. Zwischen den verschiedenen Regionen gibt es ebenfalls Kostenunterschiede. Wer in München Haus zu besitzen plant, muss bei vergleichbaren Projekten mit mehr Kosten rechnen als in Magdeburg, Duisburg oder Bremen. Das Land ist hingegen oft ruhig und die Natur ist direkt um die Ecke. Sobald die Kinder allerdings etwas größer sind, müssen sie überall hin chauffiert werden. Zudem sind die Arbeitswege und sonstigen Wege deutlich länger. Spezielle Lagen, beispielsweise an Flüssen, Seen oder Bergen, können einen attraktiven Ausblick und mehr Freizeitmöglichkeiten bieten. Beachtet werden sollte dabei allerdings, dass beispielsweise Hochwasser oder Erdrutsche eine erhöhte Gefahr für das eigene Leben und das Vermögen darstellen können.

3. In München Haus besitzen? Wie viel Haus ist drin? Das eigene Budget

Geld wächst bekanntlich nicht auf Bäumen. In Zeiten stark steigener Mieten und niedriger Zinsen ist eine Hausanschaffung finanziell sehr interessant. Das eigene Budget setzt sich dabei aus dem Eigenkapital und dem Fremdkapital, meist ein Darlehen einer Bank, zusammen. Ein Eigenkapital verringert dabei nicht nur die zu zahlenden Zinsen und die Tilgung, sondern ist ein wichtiger Faktor gegenüber der Bank. Mindestens 20 % der Baukosten inklusiver aller Nebenleistungen sollten aus eigenen Mitteln bestritten werden. Experten raten häufig sogar zu 30 %, wenn man eine Immobilie kaufen möchte. Die Gesamtkosten des Eigenheims sollte nicht höher als das fünffache des Bruttojahreseinkommen kosten. Bei einer Familie mit einem Einkommen von je 5.000 € pro Monat ergibt dies ein Haus im Wert von maximal 600.000 €, von denen mindestens 120.000 € aus eigenen Mitteln bestritten werden können.

4. Stil - der eigene Geschmack entscheidet

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Bei der Gestaltung der eigenen vier Wände können diverse persönliche Geschmäcker ausgelebt werden. Allerdings sind diesem natürlich in erster Linie rechtliche Grenzen gesetzt. So dürfen nicht überall zweigeschossige Häuser gebaut werden, teilweise sind Dachformen oder Farben vorgeschrieben und bei der Restaurierung historischer Anwesen sind diverse Denkmalschutzauflagen einzuhalten. Andererseits können auch finanzielle sowie technische Einschränkungen existieren. Vor allem die finanziellen sollten beachtet werden, da einzelne Extras sehr ins Geld gehen können. Einige Extras, beispielsweise Dachfenster, lassen sich mit einem gewissen Aufwand nachrüsten und können damit später in Angriff genommen werden. Beispiele, wo jeder seinen Geschmack ausdrücken kann, sind Hausverkleidungen, Fassadenfarbe, Dachform und -farbe, Fensterform und -farbe, Erker, Balkone und ähnliches.

5. Generelle Häuserstile - Reihenhäuser, Stadtvillen, Fachwerkhäuser?

Wer eine Immobilien kaufen will, wird sich diese Frage ebenfalls schnell stellen. Neben dem persönlichen Geschmack gibt es bei den verschiedenen Häuserstilen auch klare Vor- und Nachteile. Ein genereller Unterschied besteht in der Hausform. Der Klassiker hierbei ist das freistehende Einfamilienhaus, was bei Neubaugebieten immer noch sehr häufig vorkommt. Der Garten ist hierbei relativ groß und rechtliche oder vertragliche Einschränkungen des Stils nur eingeschränkt vorhanden. Dafür sind die Energiekosten und teilweise die Versicherungsverträge höher. Diese Kosten sind bei Doppelhaushälften geringer. Der Garten kann ebenfalls relativ groß sein, dafür gibt es allerdings direkt nebenan einen Nachbar. Das schränkt die Nutzung ein, Umbauten sind nur eingeschränkt möglich und wenn der Nachbar die Stereoanlage lauter stellt ist dies schneller und intensiver zu hören. Noch weniger Kosten fallen bei einem Reihenhaus an, vor allem wenn nicht die Eckhäuser gewählt werden. Umbauten und eigenständige Farb- und Stilauswahl im Außenbereich sind dafür nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich, der Garten ist immer nur so breit wie das Haus und damit insgesamt kleiner und weniger gut geschnitten und es gibt mehr Nachbarn, die nervigen Lärm verursachen können. Eine weitere Frage geht über diese grundsätzlich baustiltechnische Vorgabe hinaus. Denn wer sich für ein freistehendes Einfamilienhaus entscheidet, kann beispielsweise zwischen einer eleganten Stadtvilla, einem modernen Fachwerkhaus, einem seniorengerechten Bungalow, einem naturverbundenen Blockhaus, einem trendigen Kubushaus oder einem platzschaffenden Pultdachhaus entscheiden. Neben dem eigenen Stil sowie den möglichen baurechtlichen Vorgaben hat jeder einzelne Stil spezifische Vor- und Nachteile.

6. Und was ist mit zukünftigen Investitionen?

Ein Haus kaufen oder ein eigenes bauen? Wer vor dieser Entscheidung steht, hat einige Vor- und Nachteile abzuwägen. Der Kauf eines bestehenden Hauses ist meist mit geringeren Anfangsinvestitionen verbunden, dafür gibt es kaum Einflussmöglichkeit auf Stil, Grundriss und Co. Zudem sind zukünftige Investitionen früher zu tätigen. Wer ein zehn Jahre altes Haus kauft, muss damit rechnen, dass Dacherneuerungen, Heizungstausch und ähnliches ebenfalls zehn Jahre früher zu Buche schlagen als bei einem Neubau. Sehr günstige Angeboten können durch sofort durchzuführende Investitionen sogar recht teuer werden. Eine weitere Frage beim Thema "Immobilie kaufen" ist die eigene Zukunftsplanung. Denn wer oft umziehen muss, kann nicht mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln in das Eigenheim investieren. Wer es hingegen über viele Jahrzehnte behält, kann guten Gewissens selbst größere Umbauten in Angriff nehmen.

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